Schon jetzt gehören Tagesgeldkonten bei Sparern und Anlegern gleichermaßen zu den beliebtesten Formen der sicheren Geldanlage. Während erstere auf ihnen ihr Geld anlegen, nutzen letztere sie für die täglich verfügbare Zwischenlagerung freier Liquidität, auf die sie dann bei Bedarf jederzeit zugreifen können. Mit Zinsen von 4 bis 5 Prozent pro Jahr sind Tagesgeldkonten als Geldanlage jetzt schon interessant und den meisten anderen Sparformen überlegen, zumindest wenn man als Auswahlkriterien die Höhe der Zinsen und die Verfügbarkeit berücksichtigt. Ab 2009 nun wird die
Geldanlage mit Tagesgeld noch interessanter, denn ab da an gilt die Abgeltungssteuer, welche alle Erträge - egal ob Dividende, Kursgewinne oder Zinsen - mit einem einheitlichen Steuersatz von 26,35 Prozent (inklusive Solidaritätszuschlag) sowie eventuell weiteren 8 oder 9 Prozent Kirchensteuer belegt. Schaut man sich als normaler Anleger seinen Grenzsteuersatz (das ist der Steuersatz, mit dem man den letzten Cent seines Einkommens versteuert) an, so liegt dieser meist deutlich über diesen 26,35 Prozent. Besonders Anleger mit hohem Steuersatz profitieren also von der Einführung der Abgeltungssteuer und können höhere Nachsteuerrenditen erzielen, als dies bislang der Fall ist. Somit wird also ab 2009 noch mehr Geld deutscher Sparer in Form von
Tagesgeld angelegt werden, vor allem vor dem Hintergrund, dass es an den Aktienmärkten zunehmend turbulenter zugeht, was vor allem der drohenden Rezession in den USA bedingt durch die dortige Kreditkrise zuzuschreiben ist. Und so werden immer mehr Anleger ihr Geld in Sicherheit bringen und auf einem
Tagesgeldkonto anlegen wollen, bevor sie Kursverluste erleiden, denn dazu sitzen die Erinnerungen an den letzten Börsencrash 2001 noch zu tief in den Gliedern.
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Verfasser und somit verantwortliche Person für den Inhalt dieses Artikels ist der Autor Daniel Franke.

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