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Plastikkarten

Plastikkarten-Qualitäten


Plastikkarten im Sinne von Scheck-, Kredit-, Kundenkarten unterscheiden sich sowohl hinsichtlich des zu Grunde liegenden Materials als auch der verwendeten Drucktechniken. Der eingesetzte Aufwand ist dabei ebenso unterschiedlich wie die Ergebnisse und die im Handel gebräuchlichen Bezeichnungen der verschiedenen Qualitäten beziehen sich teilweise auf das Material, teilweise auf die Drucktechnik und manchmal auf die Weiterverarbeitung oder Ausstattung der Karten mit Magnetstreifen, Microchips (”Chipkarten”) und dergleichen mehr.


Drucktechniken


Thermotransfer-, Thermosublimations-Karten beziehen sich allesamt auf die Verwendung von Kartendrucker, wie sie schon ab rund € 1.000,- im Handel sind. Man kann damit Karten mit Text oder Fotos versehen, d.h. professionell-vorbedruckte Karten personalisieren oder als Bildausweis weiterverarbeiten. Wird die Karte alleine mit einem dieser Verfahren bedruckt, genügt die Druckqualität allerdings keinesfalls professionellen Ansprüchen. Die Verbrauchskosten für die verwendeten Farbbänder sich sehr hoch, die Kapazität sehr gering - für Auflagen oberhalb weniger 100 St. nicht geeignet. Offsetkarten werden entweder im hochwertigen Bogenoffset hergestellt und oft aufwendig weiterverarbeitet oder mit Einzelkartenmaschinen oberflächlich bedruckt.


Weiterverarbeitung


Handelsübliche Bezeichnungen wie Mono-Karten, Directprint, UV-Lack, Hartfolie, Hartplastik, PVC, Polyester, lassen nur indirekt auf die Verarbeitung und damit Endqualität der Karten schließen. Bei hochwertigen Karten, wie diese etwa als Kreditkarten im Einsatz sind (PVC-Laminatkarten), werden zunächst 2 PVC-Folien im Bogenoffset bedruckt; diese Folien werden mit einem PVC-Kern und 2 Transparentfolien, die den Druck dauerhaft schützen, unter Druck und Hitze zu 5-schichtigen Platten verschweißt und anschließend zu Karten gestanzt. Nur diese Qualität ist uneingeschränkt geeignet für die Weiterverarbeitung mit den o.g. Desktop-Druckern. Monokarten/Hartfolie/Hartplastik steht meist für weniger hochwertige Qualität. An Stelle des auf- wändigen Laminatverfahrens werden die Bögen oder auch bereits gestanzte Einzelkarten oberflächlich bedruckt, gelegentlich noch mit einem Lack, der vor Ausbleichen durch UV-Licht schützen soll, versehen. Oft liegt der Druck auch völlig ungeschützt. Als “Telefonkarten” wurden diese Qualitäten früher häufig eingesetzt, da ja nur begrenzte Zeit im Einsatz. Schwierig wird es für den Laien, wenn eigentlich hochwertige PVC-Laminatkarten (Rohlinge) mit minderwertigen (obenliegenden) Druckverfahren kombiniert werden, also die Schutzlaminate bedruckt werden. Die Karten werden oft ebenfalls als PVC-Laminatkarten bezeichnet und sind deutlich günstiger in der Herstellung - durch den oberflächlichen ungeschützen Druck sind die Karten aber absolut minderwertig. Hier muss wortwörtlich die Nagelprobe gemacht und so der Schutz des Druckes geprüft werden.



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Verfasser und somit verantwortliche Person für den Inhalt dieses Artikels ist der Autor rsdm83.

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